𝗦𝘁𝗿𝗮𝗯𝗮𝗴 – 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗺 𝗪𝗲𝗴 𝘇𝘂𝗺 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝗲𝗻 𝗖𝗩𝗖-𝗙𝗼𝗻𝗱𝘀
Der österreichische Baukonzern STRABAG setzt auf gezielte Einzelinvestments und bereitet den Launch des Corporate-Venture-Fonds vor, der Seed- bis Series-A-Tickets vergeben soll. Die bisherigen Einzelinvestments zeigen die Stoßrichtung: 2023 flossen rund 45 Mio. € in die Logistikplattform Schüttflix. Im gleichen Jahr investierte Strabag 100 Mio. € in den Batteriespeicherhersteller CMBlu Energy. Strabag verknüpft so das Tagesgeschäft mit Zukunftstechnologien für die Energiewende.
𝗛𝗼𝗰𝗵𝘁𝗶𝗲𝗳 – 𝗩𝗲𝗻𝘁𝘂𝗿𝗲-𝗔𝗿𝗺 ü𝗯𝗲𝗿 𝗱𝗶𝗲 𝗨𝗦-𝗧𝗼𝗰𝗵𝘁𝗲𝗿 𝗧𝘂𝗿𝗻𝗲𝗿 𝗖𝗼𝗻𝘀𝘁𝗿𝘂𝗰𝘁𝗶𝗼𝗻
HOCHTIEF nutzt seine US-Tochter: Turner Construction Company – größter Bauunternehmer Nordamerikas – und hat im März 2025 den VC-Arm Turner Ventures aufgelegt. Das Programm investiert ohne starren Budgetdeckel in ClimateTech sowie Prop- und ConTech-Lösungen. Drei Förderkanäle („Ignite“, „Incubate“, „Invest“) binden Gründungen je nach Reife direkt in Turners und damit Hochtiefs Wertschöpfungskette ein. Für den Essener Mutterkonzern ist das eine schlanke Brücke zu US-Innovation, die sich auch auf europäische Projekte übertragen lässt.
𝗛𝗼𝗹𝗰𝗶𝗺 – 𝗜𝗻𝗻𝗼𝘃𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻 𝘃𝗶𝗮 Holcim MAQER Ventures
Der Schweizer Baustoffkonzern betreibt mit Holcim MAQER Ventures ebenfalls eine dreigleisige Innovationsschmiede: Venture Capital, Venture Clienting und Accelerator. Über 100 Pilotprojekte wurden seit 2018 umgesetzt – von KI-Tools zur Betonoptimierung bis zu Recycling-Start-ups. Dieses Jahr stieg Holcim u. a. beim schwedischen Cleantech-Player SaltX Technology ein, um plasmabasierte, nahezu emissionsfreie Klinkerherstellung hochzuskalieren. Die Investition ist Teil einer Pipeline von mittlerweile 17 Minderheitsbeteiligungen an Start-ups.
𝗦𝘁𝗿𝗮𝘁𝗲𝗴𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝘀 𝗠𝘂𝘀𝘁𝗲𝗿 (𝗱𝗲𝗿 𝘇𝘂𝗴𝗲𝗴𝗲𝗯𝗲𝗻 𝗸𝗹𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗦𝘁𝗶𝗰𝗵𝗽𝗿𝗼𝗯𝗲!):
Venturing kommt in der Baubranche an. Sind Corporate VC und Venture-Client-Programme also kein Marketing-Gimmick der Baubranche mehr, sondern ein integraler Bestandteil ihrer Strategie?
Dazu ist ein Blick über den Tellerrand interessant: Die DGNB schrieb im März diesen Jahres, dass über 75 % der Bauunternehmen selten bis nie mit Start-ups zusammenarbeiten. Laut IW-Studie haben allerdings 60 % der Unternehmen aus dem Automobilsektor bereits mit Start-ups zusammengearbeitet (2023), und auch eine VDMA-Umfrage ergab schon 2019, dass 44 % der Maschinenbauunternehmen bereits mit Start-ups kooperierten.
Luft nach oben also für unsere Branche!






