Statt Fundamente und Kabelschächte klassisch auf der Baustelle zu fertigen, verlagert das 2020 von Fernando De los Rios, Ashish Mohite und Henry Unterreiner gegründete Startup die Produktion in robotergesteuerte Mikrofabriken, die direkt neben den jeweiligen Projekten entstehen. Herzstück ist die eigen entwickelte Software-Plattform Forge, die Design, Statik, Normkonformität und Robotik in einem System bündelt. Laut Unternehmen sinken dadurch die Kosten um bis zu 50 Prozent, der CO2-Ausstoß um bis zu 70 Prozent und der Materialverbrauch um bis zu 75 Prozent gegenüber der klassischen Bauweise.
Kunden wie National Grid, Costain, Mott MacDonald Bentley, Anglian Water und United Utilities setzen bereits auf die Lösung. Mit dem frischen Kapital startet nun Forge I, Hyperions erste Mikrofabrik im Vereinigten Königreich. Sie entsteht in Flixborough nahe Scunthorpe in Partnerschaft mit LKAB und soll Infrastrukturkomponenten für Energie, Versorgungswirtschaft, Wasserwirtschaft, Rechenzentren und Carbon Capture liefern.
Laut CEO Fernando De los Rios liegt der „shift“ zu einer anderen Vorgehensweise auf der Hand. Europa steht vor einem wachsenden Erneuerungsbedarf seiner Infrastruktur, während gleichzeitig Arbeitskräfte, Budget und Zeit knapp werden. Genau hier soll die fabrikbasierte Fertigung ansetzen und künftig im großen Maßstab liefern, direkt neben den Projekten, die sie versorgt.
Wir finden den Ansatz super cool, weil er zeigt, wie stark sich KI und Robotik auch am Bau durchsetzt und wünschen dem Team von Hyperion Robotics viel Erfolg beim Rollout.
Das finnische ConTech Hyperion Robotics sichert sich 6,4 Millionen Euro für den europaweiten Ausbau seiner robotergesteuerten Microfabrik
Das finnische ConTech Hyperion Robotics aus Espoo hat in einer Wachstumsfinanzierungsrunde 6,4 Millionen Euro eingesammelt. Angeführt wurde die Runde von Course Corrected und dem European Innovation Council Fund der Europäischen Kommission. Mit an Bord sind zudem RE Ventures, Teil der Romande Energie Group, sowie die Bestandsinvestoren Lifeline Ventures, Übermorgen Ventures und PC Rettig & Co Impact AB. Insgesamt hat Hyperion damit ca. 17,4 Millionen Euro an Kapital eingesammelt.
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