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Das KI-Infrastruktur-Unternehmen Polarise sichert sich Fremdkapital in hoher zweistelliger Millionenhöhe von SWI Stoneweg Icona Group
@KI-generiert

Hier berichten wir doppelt gern, auch wenn es sich um keine klassische ConTech/PropTech Start-up News handelt. Zum Einen arbeite ich in meinem 4-Tages-Job an der Digitalisierung von Data-Center Baustellen, zum Anderen kommt Polarise aus meiner Wahlheimat Düsseldorf und war bis vor ein paar Wochen in meiner alten Heimat Paderborn zuhause.

Die neue Finanzierung wird in Form von Fremdkapital umgesetzt (bis zu einem hohen zweistelligen Millionenbetrag. Die genaue Höhe der neuen Fremdkapitalfinanzierung, Konditionen/Laufzeit etc. konnten wir nicht verifizieren). Geldgeber ist die Stoneweg Icona Group, die bereits im Februar angekündigt hatte, mehrheitlich bei Polarise einzusteigen. Damals war von konkreten Zahlen die Rede: 100 Mio. € Kapitalbeteiligung bei einer Polarise-Bewertung von 0,5 Mrd. € nach Abschluss. Diese Eigenkapitalstruktur wird nun nicht umgesetzt, stattdessen haben beide Seiten wie beschrieben vereinbart, eine Fremdkapitalfinanzierung durzuführen.

Polarise baut AI Factories übrigens nicht nur, sondern betreibt sie auch selbst und verkauft die Rechenleistung direkt über die eigene Cloud-Plattform als GPU- und AI-as-a-Service. Sind sind also vertikal integriert von der Infrastruktur bis zum Endkunden. Das Unternehmen setzt dabei auf ein modulares AI-Pod-Konzept mit maximaler Energiedichte bis auf Rackebene (ab 150 kW Startleistung, skalierbar auf weit über 300 kW pro Rack). Mit ihrem modularen AI-Pod Konzept (die Module sehen aus wie stylische Überseecontainer) lassen sich die AI-Factories/ Rechenzentren nicht nur auf der grünen Wiese neu bauen, sondern auch in bestehende Gebäude integrieren. Das soll Umsetzungszeit und Ressourcenbedarf gegenüber klassischen Greenfield-Projekten senken.

Aktuell betreibt Polarise Standorte in Oslo und München, weitere sind in Planung. Besonders ambitioniert sind die Pläne im bayerischen Amberg. Dort soll eine neue AI Factory mit einer Anfangskapazität von 65 Megawatt entstehen, perspektivisch ausbaubar auf bis zu 120 Megawatt.

CEO Michel B. erklärt: „Unsere Wachstumsstrategie zielt darauf ab, die europäische KI-Infrastruktur der Zukunft aufzubauen, mit nachhaltigen, hocheffizienten AI Factories und souveräner KI-Rechenleistung für Unternehmen.“

Auch wenn dieser Deal im Vergleich zu den Meldungen von Google, Meta, AWS oder Microsoft klein wirkt, zeigt es, auch in Deutschland sind AI-Factories möglich und es findet sich Kapital. Wir werden in den nächsten Wochen schauen, ob wir das Thema Data-Center nicht stärker covern, da sich das mit der beruflichen Ausrichtung immer stärker deckt.

Miguel Ebbers
Miguel Ebbers
Miguel Ebbers leitet das Kompetenzzentrum Digitalisierung/BIM der M&P und ist Leiter des Consulting-Bereichs am Standort Düsseldorf. Nach Abschluss seiner Studien in Architektur und Facility Management trat er im Jahre 2010 dem Unternehmen M&P als Berater bei. Gestartet mit funktionalen Consulting-Themen liegt sein heutiger Schwerpunkt in der Prozessberatung und der digitalen Transformation im Immobilien- und Facility Management.
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