MESH entwickelt eine Software- und Robotikplattform für die „Bewehrungsindustrie“. Ziel ist es, die Lücke zwischen digitaler Planung und physischer Ausführung zu schließen. Ihre Roboter können Bewehrungsstahl autonom biegen, platzieren und verbinden. Für die Bauindustrie wichtig: Ohne aufwendige Spezialprogrammierung.
Das zeigt einmal mehr, wohin sich die Branche bewegt. Mehr Automatisierung, mehr Produktivität und mehr industrielle Skalierung auf der Baustelle bzw. in der Vorproduktion.
Die MESH-Systeme/Roboter sind übrigens raus aus den Kinderschuhen/der Forschung und kommen bereits in der Praxis zum Einsatz. Unter anderem in der Vorfertigung für den zweiten Gotthard-Straßentunnel.
Aus Gründersicht ist die Runde ein wichtiger Meilenstein. Ammar Mirijan, CEO und Mitgründer von MESH, beschreibt die Partnerschaften hinter den Finazierungen als entscheidenden Schritt, um die Effizienz der digitalen Welt in die physische Bauausführung zu übertragen und die Technologie nun international zu skalieren.
Für die Bau- und ConTech-Branche in Europa ist das ein tolles Signal! Automatisierung auf der Baustelle, in der Vorproduktion, hier konkret im Betonbau entwickelt sich zunehmend zum skalierbaren Geschäftsmodell. Vor allem die Kombination aus Software, Robotik und starken Industriepartnern sowie die anstehenden Investitionen im Infrastrukturbereich könnte MESH zu einem der spannendsten europäischen Player im ConTech-Bereich machen.
Und bei mir persönlich löst das zudem nostalgische Gedanken aus. Vor einem Vierteljahrhundert habe ich eine Bauzeichnerlehre absolviert und zu der Zeit ging es noch ein halbes Jahr auf die Baustelle. Dort durfte ich mit meinen „Nudelarmen“ die Bewehrung noch am Biegetisch biegen. Das dürfte bald, zumindest auf Großbaustellen, vorbei sein.
Wir wünschen MESH bei dem Vorhaben viel Erfolg!







