Wir berichteten bereits im Dezember 2025 über die vorherige Runde des Start-ups in Höhe von rund 20 Millionen Euro, angeführt von IQ Capital und Zacua Ventures, mit Beteiligung von Pear VC, Sunna Ventures, Armada Investment und Holcim.
In dieser Runde ist SoftBank allerdings der einzige Investor! Ein Grund dafür könnte laut Bloomberg sein, dass SoftBank ursprünglich sogar eine mehrstufige Übernahme von Gravis erwogen hatte, bei der frisches Kapital über einen längeren Zeitraum eingebracht wird. Diese Series A könnte also weniger eine klassische Finanzierungsrunde mit mehreren VC´s/ Geldgebern als vielmehr ein erster Baustein auf dem Weg zu einer engeren Bindung zwischen den beiden Unternehmen oder einer Übernahme sein? Ob das am Ende gut oder schlecht für Gravis ist, kommt darauf an: Ein Ticket dieser Größe ist natürlich für ein europäisches Start-up krass, macht es aber auch stärker von einem einzigen Investor abhängig.
Was Gravis so interessant macht? Es ist Asset-light in einer Asset-heavy Branche. Statt komplett neuer Maschinen zu bauen, rüstet Gravis bestehende Bagger nach. Kernprodukt ist der „Gravis Rack“, ein Kit aus Sensorik, Rechenhardware und Software, ergänzt durch den „Copilot“, der Maschinenführer unterstützt oder Aufgaben vollautonom übernimmt. Das System läuft laut Unternehmensangaben bereits auf Maschinen mehrerer großer Hersteller, darunter Caterpillar, John Deere und Volvo. Zu Kunden und Partnern zählen unter anderem Holcim, Taylor Woodrow und HD Hyundai. In Großbritannien leitet Gravis zudem ein staatlich gefördertes CAM-Pathfinder-Projekt mit einem Volumen von 6,8 Millionen Euro, gemeinsam mit Flannery Plant Hire, bei dem sechs Bagger nachgerüstet werden. Nach eigenen Angaben erzielt Gravis damit Produktivitätssteigerungen von bis zu 30 Prozent.
Für SoftBank passt das Investment in seine größere Robotik-Strategie. Der Konzern bündelt rund 20 Robotik-Beteiligungen in der Holding Robo HD, übernimmt die Industrierobotik-Sparte von ABB für rund 4,6 Milliarden Euro und plant mit Roze eine neue, an der US-Börse zu listende KI- und Robotikgesellschaft.
Von unserer letzten News mit einer 20 Mio. Finanzierung zu der jetzigen Finanzierung und Einhorn-Status (in Dollar) in acht Monaten. Respekt und Glückwunsch an das ganze Team von Gravis Robotics! Wir wünschen weiterhin viel Erfolg und bleiben dran.
Vom ETH-Spin-off zum Einhorn: Gravis Robotics sichert sich 172 Millionen Euro von SoftBank
Das Schweizer ConTech Gravis Robotics hat eine der größten Finanzierungsrunden der Baurobotik-Branche abgeschlossen. In einer Series-A-Runde sammelte das Zürcher Start-up 172 Millionen Euro von der japanischen SoftBank Group ein. Die Bewertung liegt nun bei rund 860 Millionen Euro (etwa eine Milliarde US-Dollar), womit Gravis Robotics offiziell zum Dollar-Einhorn wird!
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