• Inbetriebnahme & Monitoring
Grundlagen und Planung der Inbetriebnahme
aus der Reihe ‘IBN & TMon’

Was erwartet dich?

Ohne vernünftig geplante Inbetriebnahme nutzt die beste Planung nichts!

Hochkomplexe und nachhaltige Standards in der technischen Gebäudeausrüstung erfordern immer mehr den Bedarf an ein ordnungsgemäßes und systematisches Inbetriebnahmemanagement. Nur so ist ein effizienter Betrieb und eine werterhaltende Wartung und Instandhaltung von Anlagen zu gewährleisten. Zudem rückt die rechtssichere Dokumentation im Zuge des Betriebsübergangs immer mehr in den Fokus. Das Inbetriebnahmemanagement ist somit ein ganzheitlicher Ansatz und im Hinblick auf den späteren funktions- und bedarfsgerechten Betrieb einer Immobilie bereits zu Beginn einer Planung zu berücksichtigen.

Der Übergang zwischen Realisierungs- und Nutzungsphase ist in der Inbetriebnahme der Punkt, an dem ein einwandfreier Betrieb unter Darstellung aller anlagenbezogener Abhängigkeiten nachzuweisen und zu dokumentieren ist. Denn was nützt der ganze Aufwand in der Planungs- und Bauphase, wenn beim Übergang in den Betrieb das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird.

Im Seminar werden den Teilnehmer/innen die grundlegenden Inhalte der VDI 6039 „Facility-Management – Inbetriebnahmemanagement für Gebäude – Methoden und Vorgehensweisen für gebäudetechnische Anlagen“ und dem AHO Heft 39 „Leistungen für Inbetriebnahme – Übergreifendes Leistungsbild für die Inbetriebnahme von Objekten“ erläutert.

Die vielfältige Projekterfahrung, Tools und praktischen Kniffe von Thomas fließen in das Seminar ein, damit Sie auf Ihre nächste Inbetriebnahme bestens vorbereitet sind!

Inhalte

  • Ausgangssituation, Ziele und Aufgaben des Inbetriebnahmemanagements
    • Grundlagenermittlung
    • Leistungsabgrenzung zur Objektüberwachung/Projektsteuerung
    • Planung der Inbetriebnahme
  • Gewerkebeziehungsmatrix, Schnittstellenkatalog
  • Checklisten in der Inbetriebnahme
  • Vorgaben für Dokumentations- und Revisionsunterlagen
  • Durchführung der Inbetriebnahme
    • Begleitung
    • Sicht/Funktionsprüfungen
    • Gewerkeübergreifenden Prüfungen/Wirkprinzipprüfungen
    • Einweisungs- und Mängelmanagement
  • Abschluss und Dokumentation der Inbetriebnahme
22.04.2026
9-13 Uhr
Deutsch
Online
375€

Wer sollte teilnehmen?

Für Bauherren, Projektsteuerer und -manager, den Bauausführenden sowie Planern ist dieses Seminar ein MUSS. Für die späteren Betreiber der Immobilie, den Facility Managern, ist das Seminar ein guter Einstieg um darauf folgend die Seminare zur Durchführung der Inbetriebnahme und zum Technischen Monitoring zu besuchen.

Referenten

Dr. Ing. Thomas Gartung
Dr. Ing. Thomas Gartung
Dr. Thomas Gartung ist Geschäftsführer der TGA 360 und Leiter Lean Construction Management der M&P. Langjährige Erfahrung in der Projektsteuerung/-management pflastern seinen Weg. Sei es bei der Bureau Veritas oder bei der STRABAG Property and Facility Services. In den letzten zehn Jahren bei der M&P Gruppe hat sich sein Aufgabenfeld auf die Inbetriebnahme erweitert und ist heute sein Hauptaufgabengebiet. Thomas hat schon zahlreiche Schriften zum Inbetriebnahmemanagement veröffentlicht und ist Co-Autor des „AHO Heft 39 – Leistungen für Inbetriebnahmen – Übergreifendes Leitungsbild für die Inbetriebnahme von Objekten.“

3 Fragen an Dr. Ing. Thomas Gartung

  • Mein Interesse am Inbetriebnahmemanagement entstand aus der Einsicht, dass eine strukturierte Übergabephase entscheidend für den langfristigen Erfolg eines Bauprojekts ist. Während meiner Tätigkeit in der Projektsteuerung habe ich oft erlebt, wie ineffiziente Prozesse in der Inbetriebnahme zu Verzögerungen und erhöhten Kosten führten. Die größten Herausforderungen liegen in der Koordination der vielen Beteiligten und der Sicherstellung, dass alle Systeme wie geplant funktionieren. Gleichzeitig bietet dieser Bereich die Chance, durch klare Prozesse und Standards wie VDI 6039 nachhaltige Verbesserungen zu erzielen.

  • Eine frühzeitige Planung der Inbetriebnahme gemäß VDI 6039 und AHO Heft 39 kann viele Vorteile bringen. Beispielsweise können bereits in der Planungsphase potenzielle Konflikte identifiziert und behoben werden. Ein wichtiger Schritt ist die Definition klarer Verantwortlichkeiten. Ein konkretes Beispiel ist die Prüfung der technischen Gebäudeausrüstung: Hier können Simulationen und Testläufe durchgeführt werden, um spätere Ausfälle zu vermeiden. Das spart nicht nur Kosten, sondern steigert auch die Zufriedenheit der Nutzer durch einen reibungslosen Start.

  • Das Inbetriebnahmemanagement ist ein unverzichtbarer Teil heutiger Bauprojekte, insbesondere bei einer komplexen technischen Gebäudeausrüstung. Es stellt sicher, dass Systeme wie Heizung, Lüftung oder Gebäudeautomation effizient und nachhaltig arbeiten. Ein strukturierter Ansatz, der frühzeitig alle Beteiligten einbindet, minimiert Risiken und schafft Transparenz. Für Bauherren und Planer bedeutet dies, dass sie nicht nur rechtliche Anforderungen besser erfüllen, sondern auch langfristig Kosten durch optimierte Betriebsabläufe sparen können.